Auris-Archiv ist ein digitales Bildarchiv für historische
Privatfotografien — Aufnahmen aus deutschen Privatalben, kuratiert und
als hochauflösende Reproduktionen für Forschung, Publikationen und Lehre
bereitgestellt.

Das Archiv

Die Sammlung umfasst rund 255.000 private Fotografien aus der Zeit von
1900 bis 1950 — darunter über 5.600 Farbdias aus den Jahren 1938 bis
1945 — sowie etwa 50 Stunden historische Filmaufnahmen. Ergänzt wird sie
durch detaillierte Kriegstagebücher, Feldpost und persönliche Dokumente.

Der Schwerpunkt liegt auf der deutschen Geschichte von der Kolonialzeit
(1880–1910) über den Ersten Weltkrieg bis zum Ende des Zweiten
Weltkriegs. Anders als institutionelle Archive bewahrt das Auris-Archiv
die Perspektive privater Akteure: Soldaten, Familien, Reisende. Es ist
damit nach aktuellem Kenntnisstand die weltweit größte Privatsammlung
dieser Art.

Die Sammlung wurde über Jahrzehnte von Reiner Moneth aufgebaut. Heute
hält die AURIS MEDIA Verlag GmbH die Erschließungs- und
Verwertungsrechte und führt die systematische Digitalisierung,
wissenschaftliche Einordnung und öffentliche Zugänglichmachung fort.

Der Gründer

Marius Moneth (B.A., M.A.) ist Historiker, Geschäftsführer der AURIS
MEDIA Verlag GmbH und verantwortlich für den Aufbau und Betrieb des
Auris-Archivs. Er verbindet geschichtswissenschaftliche Methodik mit
technischer Umsetzungskompetenz: von der quellenkritischen Einordnung
historischer Bildbestände über die Konzeption digitaler
Erschließungs-Workflows bis zur Implementierung KI-gestützter
Metadaten-Pipelines.

Sein Ansatz ist methodenbewusst und quellenkritisch: Jedes Bild wird im
Entstehungskontext verortet, beschrieben und — wo möglich — mit
weiterführenden Informationen zur Einheit, zum Ort und zur historischen
Situation verknüpft. Erschließungstiefe vor Masse.

Technologie & Workflow

Das Auris-Archiv setzt auf einen hybriden Ansatz aus traditioneller
Archivarbeit und moderner Automation. Die drei Kernstufen des Workflows:

  1. Digitalisierung & Extraktion: Historische Albumseiten werden
    gescannt, die Einzelfotos mittels Computer-Vision-Verfahren erkannt
    und automatisch ausgeschnitten.
  2. Metadaten-Generierung: Ein KI-gestütztes Vision-Language-Model
    analysiert jedes Bild, generiert strukturierte Metadaten (Titel,
    Beschreibung, Datierung, Ort, Kontext) und schreibt sie in eine
    zentrale Datenbank zurück.
  3. Portal-Bereitstellung: Bilder und Metadaten werden automatisiert
    in das WordPress-Portal überführt — inklusive Galerie-Erstellung,
    Download-Management und Zugriffskontrolle.

Dieser Workflow erlaubt eine skalierbare, qualitätsgesicherte
Erschließung großer Bildbestände bei gleichbleibend hohem
wissenschaftlichem Anspruch. Er wurde vollständig von Marius Moneth
konzipiert und implementiert.

Angebote

  • Bildrecherche: Gezielte Suche in den Beständen für
    wissenschaftliche, publizistische oder private Projekte
  • Hochauflösende Digitalisate: Lizenzierung und Bereitstellung
    einzelner Bilder oder ganzer Serien
  • Mitgliedschaft: Zugang zum wachsenden digitalen Archiv mit
    regelmäßig neuen Beständen
  • KI- & Workflow-Beratung: Konzeption und Implementierung von
    Automatisierungslösungen für Archive, Verlage und Verwaltungen

Kontakt

AURIS MEDIA Verlag GmbH
Brehmstraße 8
42897 Remscheid
Deutschland

E-Mail: info@auris-verlag.de
Telefon: +49 173 2103331

Handelsregister: Amtsgericht Wuppertal, HRB 34297
USt-IdNr.: DE119371114
Geschäftsführer: Marius Moneth, Tatiana Moneth

Die Sammlung: 48 Jahre Aufbauarbeit

Die Sammlung Reiner Moneth wurde von 1973 bis 2021 über 48 Jahre aufgebaut. Beim Ankauf galt ein strenger Maßstab: Im Durchschnitt wurde nur eines von fünf angebotenen Fotoalben übernommen — entscheidend waren aussagekräftige Aufnahmen, der Bezug zu historischen Ereignissen und vorhandene zeitgenössische Beschriftungen. Kein Album wurde nachträglich verändert; alle befinden sich in ihrer historischen Form. Die meisten sind private Erinnerungsalben, die nur ein einziges Mal existieren.

Über 200.000 der rund 255.000 Fotografien sind bereits hochauflösend digitalisiert (600 bis 2.400 dpi). Zur Sammlung gehören neben den Alben auch Stereobilder aus dem Ersten Weltkrieg, Farbdiapositive der Jahre 1938–1945, 16-mm-Filme, detaillierte Karten und Luftaufnahmen. Erworben wurde das Material überwiegend über historische Auktionshäuser und den Fachhandel. Seit Beginn wird jedes Sammlungsstück in einer fortlaufenden Bestandsliste geführt — die Grundlage der heutigen digitalen Erschließung.